Veranstalt­ungs­technik für physische Events

Nicht nur digitale und hybride Events setzen signifikanten technischen Aufwand und Know-How voraus. Auch „klassische“ (Groß-)Veranstaltungen benötigen eine umfangreiche technische Begleitung. Zur Veranstaltungstechnik „gehören die einzelnen Teilbereiche ‚Ton‘, ‚Licht‘, ‚Video‘, ‚Präsentationstechnik‘, ‚Kommunikationstechnik‘ sowie ‚software-basierte Lösungen zur Interaktion‘.“ (Ostermayer, 2017, S. 689)

Diese Aspekte sollten bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Die Konfiguration und Bedienung der Veranstaltungstechnik erfordern meist zahlreiche Spezialausbildungen und praktische Erfahrung. Störungen könnten den gesamten Ablauf bzw. die Organisation des Events in Mitleidenschaft ziehen und so ein positives Empfinden bei Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Veranstaltung verhindern. Veranstaltungstechnik kann bereits vor Ort vorhanden sein, z. B. in einem Kongresszentrum, oder temporär am Veranstaltungsort aufgebaut, konfiguriert und wieder abgebaut werden. Oft empfiehlt sich auch eine Mischlösung, da vorhandenes Equipment meist Standardanwendungen abdeckt und für speziellere Fälle um eigene Technik erweitert wird. (Ostermayer, 2017, S. 689f)

In der Disziplin der Tontechnik sind vor allem Mikrofonierung und Beschallung zu nennen. Zweitere wird oft in der Planung vergessen, obwohl sie wesentlich zur Aufmerksamkeit und zum Wohlbefinden von Teilnehmern und Teilnehmerinnen beiträgt, da sonst viel Mühe für das Verständnis von gesprochenen Inhalten aufgewendet werden muss. Um die Besucher und Besucherinnen zu beschallen, benötigt es zuvor eine Kette aus Mikrofon, Tonmischpult und Verstärker. Ein Tontechniker achtet bei der Bedienung der Geräte auf eine gleichbleibende Lautstärke. Ebenfalls der Tontechnik zuzuordnen sind außerdem Simultan- und Dolmetschtechnik. (Ostermayer, 2017, S. 691ff)

Im Bereich der Videotechnik gehört zu den meisten Bühnen eine Leinwand mit Projektor. Sollte eine Projektion nicht möglich sein, gibt es alternativ die Display-Videowand aus nahezu rahmenlosen LCD-Displays oder die LED-Wand aus einzelnen LED-Modulen. In der Bildregie können über einen Videomischer ein mittels Kameras eingefangenes Live-Bild, Präsentationen, sowie weitere Mediendateien für das Bildwiedergabesystem aufbereitet und an dieses zugespielt werden. (Ostermayer, 2017, S. 693ff)

Neben Bild und Ton ist auch die Lichttechnik nicht zu vernachlässigen. Bühnenlicht sorgt dafür, dass Akteure gut sichtbar sind. Als Gestaltungsmittel dient Effekt- oder Showlicht außerdem für räumliche Tiefe auf der Bühne und für emotionale Inszenierungen. Ein Publikumslicht bietet den Teilnehmern und Teilnehmerinnen ein angenehmes Ambiente. (Ostermayer, 2017, S. 698)

Der nächste Beitrag wird sich vertiefend mit (hybrider) Veranstaltungstechnik beschäftigen. Welches Equipment brauche ich für eine Durchführung? An welche sonstigen Aspekte sollte ich bei der Planung denken? Stay tuned.


Ostermayer, K. (2017). Veranstaltungstechnik. In C. Bühnert & S. Luppold (Hrsg.), Praxishandbuch Kongress-, Tagungs- und Konferenzmanagement: Konzeption & Gestaltung, Werbung & PR, Organisation & Finanzierung (S. 689–704).

Beitrag veröffentlicht von:

Christopher Zajac, MSc

Geschäftsführer & Partner bei oneand.online